Sicherungen, auch Schmelzsicherungen genannt, sind Überstromschutzgeräte, die in Stromverteilungssystemen und Steuerungssystemen weit verbreitet sind. Ihr Funktionsprinzip besteht darin, die thermischen Schmelzeigenschaften von Metall auszunutzen. Die Schmelzzeit der Sicherung steht in umgekehrter zeitlicher Beziehung zum Überstrom, d. h. je größer der Strom, desto kürzer die Schmelzzeit, und je kleiner der Strom, desto länger die Schmelzzeit.

Wenn in einer Photovoltaikanlage ein Kurzschlussfehler in einem bestimmten Strang auftritt, z. B. durch einen Fehlanschluss während der Installationsphase oder eine lokale anormale Verkabelung aus anderen Gründen, kann es zu Überstrom kommen. Der Strom aller Stränge fließt zurück, wodurch der fehlerhafte Strang den Kurzschlusspunkt mit Strom versorgt. Kurzschlussstrom ohne entsprechende Schutzmaßnahmen führt dazu, dass die Komponenten und die daran angeschlossenen Kabel oder Geräte verbrannt werden und kann sogar einen Brand verursachen.

Wenn zu diesem Zeitpunkt eine geeignete Gleichstromsicherung zum Schutz der Leitung vorhanden ist, beispielsweise in einem Schema, in dem mehr als zwei Modulstränge parallel geschaltet sind, werden an beiden Enden jedes Photovoltaikstrangs Sicherungen installiert. Da der Kurzschlussstrom des Photovoltaikarrays größer ist als der Strom eines einzelnen Photovoltaikstrangs, kann das Photovoltaiksystem beschädigt werden. Die in Reihe geschalteten Sicherungen werden durchgebrannt, um den fehlerhaften Photovoltaikstrang zu isolieren, sodass der durch den Fehler erzeugte Rückstrom innerhalb der Nennabschaltleistung der Photovoltaiksicherung liegen kann. Dies bietet Leitungsschutz und vermeidet Schäden am Photovoltaiksystem.

