Wie wir alle wissen, ist Wechselstrom ein Wechselstrom, er hat also einen Nulldurchgangspunkt, während Gleichstrom keinen Nulldurchgangspunkt hat. Daher wird beim Unterbrechen eines Fehlerstroms der Lichtbogen des Gleichstroms gelöscht, was viel schwieriger ist als das Unterbrechen des Lichtbogens des Wechselstroms. Bei gleicher Nennspannung ist die durch den Gleichstromlichtbogen erzeugte Lichtbogenenergie mehr als doppelt so hoch wie die der Wechselstromlichtbogenenergie. zu

Der Grund hierfür ist, dass Gleichstrom schwieriger zu unterbrechen ist als Wechselstrom. Daher ist der Rohrkörper von Gleichstromsicherungen bei gleicher Nennspannung im Allgemeinen länger als der von Wechselstromsicherungen.

Darüber hinaus müssen bei der Verwendung von Sicherungen in Gleichstromkreisen die komplexen Auswirkungen des Vorhandenseins von Induktivität und Kapazitätsenergie berücksichtigt werden. Daher ist die Zeitkonstante τ ein wichtiger Parameter, der nicht ignoriert werden kann und basierend auf dem Auftreten von Kurzschlussfehlerströmen und der Dämpfungsrate des spezifischen Leitungssystems genau ausgewertet werden sollte. Die Dicke und Länge des Rohrkörpers müssen vernünftig und sicher gewählt werden.

Aus praktischer Sicht ist es machbar, Wechselstromsicherungen anstelle von Gleichstromsicherungen zu verwenden. Aus Sicherheitsgründen sollten Wechselstromsicherungen jedoch bei Verwendung in Gleichstromkreisen mit reduzierter Spannung verwendet werden, z. B. mit einer 1000-V-Wechselstrom-Schnellsicherung, die auf 440 V Gleichstrom begrenzt ist.
