(1) Träge Sicherungen können augenblicklichen Stößen mit großer Energie standhalten und werden üblicherweise in induktiven oder kapazitiven Schaltkreisen mit großen Übergangsströmen verwendet, wenn sich der Schaltkreiszustand ändert. Wenn der Arbeitsstrom ein instabiler Impulswellenstrom ist, sollte grundsätzlich eine träge Sicherung verwendet werden.

(2) Flinke Sicherungen schützen einige Stromkreise mit relativ konstantem Strom oder Stromkreise mit geringem vorübergehenden Einschaltstrom. Einige Stromkreise mit großen Kondensatoren weisen auch relativ große momentane Einschaltströme auf. Es muss durch tatsächliche Tests und Analysen überprüft werden, ob der thermische Schmelzwert der flinken Sicherung die Energie des im Stromkreis erzeugten Einschaltstroms erreichen kann.

(3) Für Stromkreise mit induktiven Lasten (z. B. Lüfter) mit Motoren sollten grundsätzlich träge Sicherungen verwendet werden. Träge Sicherungen haben gegenüber flinken Sicherungen den Vorteil, dass sie Stoßströme verhindern, aber sie haben einen Sicherheitsfaktor. Wenn der Strom im gesteuerten Stromkreis anormal ist, ist der anormale Strom sehr groß, aber die Sicherung kann nicht rechtzeitig durchbrennen, was zu einer Energieansammlung und schwerwiegenden Folgen führt. Dies kann zum Durchbrennen der Platine führen. Flinke Sicherungen haben dieses Sicherheitsrisiko nicht. Wenn also für den Lüfterstromkreis der Nennstrom und der thermische Schmelzwert beide den Auswahlprinzipien entsprechen, wählen Sie eine flinke Sicherung, wenn Sie eine flinke Sicherung wählen können. Wenn der thermische Schmelzwert nicht eingehalten werden kann, sollten Sie eine träge Sicherung wählen.

